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Der sensorische und intuitive Lerntyp

Endlich ist der zweite Teil meiner Serie “Lerntypen im Fernstudium“ da! Dieses Mal geht es um den sensorischen und intuitiven Lerntyp. Wenn ihr damit nichts anfangen könnt, kein Problem. Ich erkläre euch die Lerntypen und gebe konkrete Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Lerntypen. Hier findet auch wieder den Link zu Felders Lerntypentest.

 

Wer bist du? Sensorischer oder intuitiver Lerntyp?

  • Der sensorische Lerntyp lernt gerne Fakten. Sie mögen keine Überraschungen und Unwägbarkeiten und bedienen sich oft bekannten Problemlösungstaktiken. Er beobachtet mit allen Sinnen und ist sehr auf das Detail fixiert. Sie brauchen Beispiele, um die dahinter liegende Theorie zu verstehen und die Anwendbarkeit der Theorie sehen zu können.
  • Der intuitive Lerntyp dagegen liebt Prinzipen, Modell und Theorien. Er arbeitet (von außen betrachtet) schneller und lieben Innovationen und Neues. Er langweilt sich schnell bei Wiederholungen und bekannten Prozessen. Sie übersehen gerne Details und Fehler, da sie ihre Ergebnisse ungerne ein zweites Mal überprüfen.

 

Die Ausprägung des Lerntyps

Die Ausprägung eines Lerntyps kann sehr stark, moderat oder ausgeglichen sein. Wichtig ist immer, dass du deinen Lerntyp kennst und danach handelst. In diesem Fall muss man eventuell den intuitiven Lerntyp bremsen, damit er keine Flüchtigkeitsfehler macht oder wichtige Dinge übersieht. Und der sensorische Lerntyp muss aufpassen, dass er nicht nur in seinen gewohnten Bahnen bleibt, sondern auch offen gegenüber Innovationen und alternativen Lösungswegen bleibt. Natürlich wäre eine ausgeglichene Ausprägung beider Typen ideal, aber oft haben wir dann doch eine eindeutige Neigung. Aber sich öfters mal beim Lernen oder Denken zu reflektieren und vielleicht dann auch den gegenteiligen Lerntyp anzusprechen, ist zu empfehlen. Wie das funktioniert, beschreibe ich jetzt.

 

Lerntipps für aktive und reflektierende Lerntypen

Sensorische Lerntypen lernen am besten, wenn sie sehen, wie der Lernstoff bzw. die Theorien in der „wirklichen Welt“ angewendet werden. Falls ihr in theorielastigen Vorlesungen sitzt oder trockenen Lernstoff lesen müsst, solltet sie ihren Dozenten oder Tutor nach praktischen Beispielen oder Anwendungen fragen. Wenn das nicht reicht, könntet ihr selber eine Recherche starten oder „sensorische“ Kommilitonen nach fragen und zusammen brainstormen. Steigert die Geschwindigkeit beim Lösen von Aufgaben, in dem ihr weg vom Detail geht und auf das Ziel konzentriert. So könnt ihr euch z.B. die Angewohnheit Fragen mehrfach zu lesen abgewöhnen.

Der intuitive Lerntyp sollte aktiv gegen die Langweile arbeiten, wenn es um reines Pauken oder Wiederholungen geht. Hier könntet ihr nach Theorien fragen, die ihr für die Strukturierung des Lernstoffes nutzen könnt. So könnt ihr dann auch üben, mehr ins Detail zu gehen und sorgfältiger arbeiten lernen. Nehmt euch die Zeit, um Fragen und Anweisungen in Klausuren oder Übungen sorgfältig zu lesen und eure Lösung zumindest einmal auf Fehler zu überprüfen.

Aber das Gute ist, dass die meisten Lernstoffe und Vorlesungen für intuitive Lerner konzipiert sind!

Schreibt doch in den Kommentaren, welcher Lerntyp ihr seid und wie ihr dieses Mal mit den Tipps zurecht gekommen seid.

 

Quellen:

Felder, R.M., n.d. LEARNING AND TEACHING STYLES IN ENGINEERING EDUCATION 10.

Felder & Soloman: Learning Styles and Strategies [WWW Dokument], n.d. URL http://www4.ncsu.edu/unity/lockers/users/f/felder/public/ILSdir/styles.htm (Zugriff: 26.10.18).

RWTH Aachen, n.d. Kurzempfehlungen zum Lernen für Lerntypen nach Felder/Silverman.

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