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Der aktive und der reflektierende Lerntyp

Ich beantworte die Titelfrage ganz einfach, denn auch im Fernstudium tummeln sich die gleichen Lerntypen wie im Präsenzstudium! 😉 Nein, damit ist der Artikel natürlich nicht beendet, sondern ich möchte die Lerntypen auch auf uns FernstudentInnen anwenden.

Es gibt unzählige Modelle für Lerntypen, die alle ihre Berechtigung haben. Ich werde hier aber nur die Lerntypen nach Felder und Silverman vorstellen und euch Tipps für Lernstrategien der jeweiligen Lerntypen geben. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr schreibt, welche Lerntypen ihr seid und welche Erfahrungen ihr mit meinen bzw. Felders Tipps gemacht habt!

Mann beim Lernen

 

Wer bist du? Aktiver oder reflektierender Lerntyp?

  • Der aktive Lerntyp will und muss in Aktion treten: er testet, wendet an, diskutiert oder probiert etwas aus. Er arbeitet gerne in Gruppen, redet gerne und kann schwer still sitzen, vor allem in Seminaren und Vorlesungen. Man kann ihn als sehr lpraktisch und ösungsorientiert ansehen.
  • Der reflektierende Lerntyp dagegen nimmt sich seine Zeit, um in Ruhe über alles nachzudenken. Er bespricht Fragen entweder mit sich selbst oder einer vertrauten Person. Er möchte die Dinge tiefer verstehen und auch theoretisch ergründen.

Die Ausprägung des Lerntyps

Die Ausprägung eines Lerntyps kann sehr stark, moderat oder ausgeglichen sein. Wichtig ist immer, dass du deinen Lerntyp kennst und danach handelst. In diesem Fall muss man eventuell den aktiven Lerntyp bremsen, wenn er sofort loslegen will, ohne sich vorher Gedanken gemacht zu haben. Und der reflektierende Lerntyp muss in gewissen Situationen auch mal seine theoretischen Überlegungen sein lassen und in Aktion treten. Natürlich wäre eine ausgeglichene Ausprägung beider Typen ideal, aber oft haben wir dann doch eine eindeutige Neigung zum Handeln oder Durchdenken und können schwer aus diesen Angewohnheiten ausbrechen. Aber das ist erst einmal nicht schlimm, denn man kann seinen Fernstudienalltag danach ausrichten!

 

Lerntipps für aktive und reflektierende Lerntypen

Aktive Lerntypen werden sich in Vorlesungen sehr schwer tun und sich langweilen. Ihr solltet eure aktive Art eher beim Lernen einsetzen, z.B. durch Anwenden des Lernstoffs durch Rechnen, Ausführen, Anwenden etc. Diskutiert und vernetzt euch mit anderen Kommilitonen, um den Stoff oder die Aufgaben gemeinsam durcharbeiten zu können. Bildet Lern- oder Arbeitsgruppen und tauscht euch regelmäßig aus. Nutzt die Möglichkeiten des Internets und eurer Fernuniversität, um euch zu vernetzen.

Der reflektierende Lerntyp kann übrigens auch nicht gut in Vorlesungen sitzen. Ihr solltet euch auf jeden Fall Zeit nehmen, das Gehörte und Gesehene verarbeiten zu können. Nehmt euch die Zeit, um nachzudenken und alleine lernen zu können. Schreibt Zusammenfassung der Texte und lest bzw. reflektiert diese regelmäßig. Die Möglichkeit der Gruppenarbeit wird euch nicht zusagen, was aber vollkommen in Ordnung ist. Vielleicht sucht ihr euch einen einzigen Lernparnter aus, mit dem ihr im Bedarfsfall unregelmäßig telefoniert oder schreibt. Idealerweise ist er oder sie auch ein reflektierender Lerntyp, mit dem ihr euch auch über Gedanken und Theorien austauschen könnt.

Wichtig ist auch, dass ihr eine ruhige und ablenkungsfreie Umgebung habt. Ihr solltet euch hier gerne für euer Studium zurückziehen wollen und ungestört euren Gedanken nachhängen können!

 

Ich bin übrigens tendenziell der aktive Typ ! Das finde ich hochinteressant und hätte so wohl im Studium mein Lernverhalten meinem Lerntyp angepasst. Ich kannte nämlich nur bis dato meine Tendenz mit visuellen Mitteln besser zu lernen!

Meinen Lerntyp habe ich übrigens hier getestet, wobei die Seite leider nur auf Englisch verfügbar ist.

Quellen:

Felder, R.M., n.d. LEARNING AND TEACHING STYLES IN ENGINEERING EDUCATION 10.

Felder & Soloman: Learning Styles and Strategies [WWW Dokument], n.d. URL http://www4.ncsu.edu/unity/lockers/users/f/felder/public/ILSdir/styles.htm (Zugriff: 26.10.18).