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Mastermindgruppen sind das ideale, einfache und kostengünstige Tool im Fernstudium und -weiterbildung. Wie ich schon in meinem Artikel Mastermind -motiviert durch Studium und Weiterbildung dargestellt habe, bin ich ein großer Fan von Mastermindgruppen. Weiterhin habe ich dort meine Erfahrungen mit dieser Art von Gruppensitzung im Fernstudium beschrieben. In diesem Blogartikel soll es jetzt aber um die Geschichte und die Grundlagen der Mastermindgruppen gehen.

 

Geschichte der Mastermindgruppen

Erfolgteams als Variante der Mastermindgruppen wurden erstmals Ende der 70iger Jahre von Barbara Sher vorgestellt. Das Buch „Wishcraft“ beschäftigt sich mit der Unterstützung von Kleingruppen zur Erreichung von bestimmten (persönlichen und beruflichen) Zielen.

Napoleon Hill gilt das der Erfinder des Mastermindprinzips, da er in seinem Buch „Denke nach und werde erfolgreich“ 500 Millionäre nach ihren Erfolgsstrategien befragte. So erfuhr er von den Mastermindgruppen der (Neu-)Reichen und verbreitete dieses Prinzip in seinem Buch.

 

Was macht man in einer Mastermindgruppe?

Mastermindgruppen beschäftigen sich regelmäßig mit dem gleichen Thema, z.B. Studium oder Karriere. So können während einer Mastermind Probleme, Erfolge und Fragen besprochen und beantwortet werden. So stärkt z.B. eine Mastermind während einer (Fern-)Weiterbildung oder in einem (Fern-)Studium, die Motivation und Effizienz der Teilnehmer.

Jeder Teilnehmer soll die Möglichkeit haben, seine Themen zu besprechen und sich Feedback und Input von den Anderen zu holen. Außerdem hat Jeder die Möglichkeit, sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben und mit den Anderen zu teilen. So entsteht ein reger Austausch und ein Netzwerk, auf das man immer zurückgreifen kann.

 

Auswahl der Teilnehmer

Die Auswahl der Teilnehmer, deren Anzahl optimalerweise zwischen 3 und 6 liegt, ist sorgfältig durchzuführen. Wichtig ist, dass ihr alle die gleichen Ziele, z.B. Schreiben einer Abschlussarbeit. habt und auf dem gleichen Wissensstand seid. So ergibt es keinen Sinn einen Studienanfänger im Erststudium mit einem erfahren Masterstudenten kurz vor seinem Abschluss in eine Mastermind zu stecken. Schließlich sollen ja Alle etwas zu den Mastermindrunden beitragen können und die Treffen nicht zu einer Art Mentoring ausarten.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass Alle ausreichend motiviert sind, regelmäßig an den Treffen teilnehmen wollen und können. Die Verbindlichkeit der in den Treffen festzulegenden Ziele „ Bis zum nächsten Dienstag schreibe ich Kapitel 2 meiner Thesis und stehe dann beim nächsten Treffen dafür grade!“) sollte Niemanden abschrecken. Natürlich ist diese Verbindlichkeit auch positiv zu sehen, denn so setzt man sich selber Deadlines und versucht sie einzuhalten.

Abstimmung vor der ersten Mastermindrunde

Auch die Festsetzung der Ziele der Gruppe, des Zeitplanes der einzelnen Meetings, des Rhythmus der Treffen und der technischen Voraussetzungen sind schon im Vorfeld zu klären.

Die Treffen sollten im 1- 3 Wochen-Rhythmus stattfinden, damit sie einerseits gut in den Alltag integriert werden können, aber auch regelmäßig stattfinden können.

Ein bewährtes Vorgehen in den Meetings wird weiter unten beschrieben. Eines haben alle Mastermindtreffen gemeinsam: jeder sitzt einmal pro Treffen für eine bestimmte Zeit auf dem „heissen Stuhl“ und präsentiert sich und seinen aktuellen Stand den anderen Teilnehmern.

 

Wie führt man die Treffen am besten durch?

Während der eigentlichen Mastermindtreffen, die auch online per Skype, Zoom o.ä. möglich sind, erzählen die Teilnehmenden für ca. 5-10 Minuten von ihre Problemen und Erfolgen. Die Gruppe versucht mit gezielten Nachfragen für ca. 10 Minuten, aber auch eigenen Informationen, dem jeweiligen Teilnehmer zu helfen. Der Teilnehmende soll sich mindestens ein Ziel auswählen, dass er bis zum nächsten Treffen erreichen will. So könnten Studierende z.B. das Schreiben des nächsten Kapitels ihrer Abschlussarbeit als Ziele haben. Die Erreichung oder Nichterreichung der Ziele stehen am Anfang der nächsten Gruppensitzung im Fokus. Danach werden neue Ziele festgelegt und zu guter Letzt ist auch Raum für offene Fragen und Anmerkungen. Die Treffen dauern idealerweise zwischen 60 und 90 Minuten und bieten jedem Teilnehmer die Möglichkeit auf dem „heissen Stuhl“ zu sitzen. Außerdem können am Ende jeden Meetings Fragen gestellt und das nächste Meeting besprochen werden.

Durch die Verbindlichkeit der Treffen und durch die Zielsetzung in jedem Treffen kann der Erfolg, die Vernetzung und das Wissen der Teilnehmer von Weiterbildungen und Studierenden erhöht werden. Die Gruppen verringern auch das Einsamkeitsgefühl und motivieren besonders in schweren Phasen in Weiterbildung und Studium.

 

Nun zu euch: Wer hat auch schon Erfahrungen mit Mastermindgruppen oder Erfolgteams oder Ähnlichem gemacht? Habt ihr vielleicht noch andere Tipps und TRicks, wie eine Mastermindgruppe funktionieren kann? Dannschreibt mir doch gerne einen Kommentar!

 

Literatur/ Quellen:

1.) Barbara Sher: „Wishcraft“; https://www.fairbuch.de/shop/article/5731500/barbara_sher_wishcraft.html

2.) Ulrike Bergmann: „Erfolgteams“; leider vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich

3.) Website Sinah Altmann zum Thema Masterminds: https://www.sinah-altmann.de/arbeit-ist-sichtbar-gemachte-liebe/erfolgsteams-mastermind-gruppen/ (Abruf: 19.9.2018)

4.) Napoleon Hill: „Denke nach und werde erfolgreich“; https://www.fairbuch.de/shop/article/3590489/napoleon_hill_denke_nach_und_werde_reich.html

 

 

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