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Mastermind im Studium

Wofür brauche ich überhaupt eine Mastermind?

Wie finde ich eine geeignetes Thema für meine Masterarbeit und am besten auch gleich geeignete Betreuer dazu? Was mache ich, wenn ich eine Schreibblockade habe? Wie motiviere ich mich, damit ich einsam an meiner Masterarbeit sitze?   Solche und viele andere Themen schwirren uns Fernstudenten im Kopf herum, vor allem in der heißen Phase des Studiums: der Masterarbeitsphase. Nur mit wem soll man sich über diese Themen austauschen, wenn man Fernstudent ist und die Kommilitonen auf der ganzen Welt verstreut sind? Und was ist eine Mastermind und wie kann sie mir bei diesen Problemen helfen?

 

Meine Inspiration

Inspiriert von den Schreibratgebern „Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day“ und „How to Write a Lot“ wollte ich eine Motivations- und Schreibgruppe bzw. Mastermind gründen. Nach einem Aufruf auf Moodle bekam ich viele Mails von interessierten Kommilitonen. Nach der Festlegung der Ziele fanden sich 6 motivierte Kommilitonen, die alle im Jahr 2018 ihre Masterarbeit finalisieren wollten. Viele von uns befanden sich noch in der Themenfindungsphase oder schrieben am Exposé.

 

Wie ging es dann weiter?

Nach der Klärung einiger technischer Details trafen wir uns mittels Adobe Connect zu unserer ersten Mastermind. Wir hatten unsere jeweilige Themenfelder schon im Vorfeld per E-Mail verschickt. So konnten wir direkt mit der Klärung der langweiligen, aber wichtigen, organisatorischen Details starten. Wir einigten uns darauf, dass jeder von uns in seiner Redezeit seine aktuellen Probleme, Herausforderungen und Erfolge beim Schreiben vorstellt. Die anderen Teilnehmer können jederzeit Fragen stellen oder Anmerkungen machen. Wichtig war uns jedoch, dass die nächsten Schritte und Ziele des Redenden eindeutig festgelegt werden. Diese To-Dos wurden in einem Protokoll festgehalten und vom Moderator beim nächsten Treffen nachgefragt.

Unser Vorgehen hört sich inquisitorisch und ein wenig langweilig an, war aber von Erfolg gekrönt. Wir waren alle überrascht, dass es immer jemanden gab, der etwas zu den jeweiligen Fragen oder Problemen sagen konnte. Teilweise wurden auch Kontakte vermittelt, wenn es z.B. um unbeantwortete Fachfragen ging. Wir stellen fest, dass wir als kleine Gruppe tatsächlich so viel Wissen und ein so gutes Netzwerk hatten, dass wir zu (fast) allen Themen eine Antwort fanden. Ein weiterer positiver Aspekt war auch, dass wir uns nicht mehr wie einsame Kämpfer fühlten. Wir litten alle an den gleichen Problemen, wie fehlender Motivation, Zeitmangel, privaten Herausforderungen, optimierungsbedürftigen Zeitmanagement und natürlich viel zu wenig Zeit. Aber auch die Ziele und To-Dos, die wir zum nächsten Treffen erledigen wollten, motivierten uns. Nie wurde jemand für ein nicht erreichtes Ziel kritisiert, sondern bei der Erreichung seiner Ziele unterstützt.

 

Fazit

Zusammenfassend kann ich nur Jedem zu der Gründung einer Mastermind raten. Die gesteigerte Motivation, der Zugang zu einem riesigen Wissenspool, das Netzwerken und zu guter Letzt der Spaß am Austausch machen tatsächlich den Zeitaufwand wieder wett!

 

Links

Hier noch die Links zu den oben genannten Büchern:

https://www.fairbuch.de/shop/article/3326554/joan_bolker_writing_your_dissertation_in_fifteen_min.html

https://www.fairbuch.de/shop/article/5971812/paul_j_silvia_how_to_write_a_lot_a_practical_guide_to_productive_academic_writing.html

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